Spielkartenfabrik unterstützt Spielkartenmuseum

14.05.2012

3000 Kartenspiele verschenkt

Überraschung und Freude waren den Mitarbeitern des Schloss- und Spielkartenmuseums anzusehen, als sie kürzlich mit einer großen Spende von der Spielkartenfabrik bedacht wurden. Hintergrund dieses unerwarteten Glücksfalls war eine Archivbereinigung der Altenburger Spielkartenfabrik, die heute zum belgischen Unternehmen "Carta mundi" gehört, sozusagen ein Frühjahrsputz im eigenen Hause. Geschätzte 3000 Kartenspiele - neu und ungebraucht - gingen an das Spielkartenmuseum. Es sind dies hauptsächlich Spielkarten, die in den 1960-1980er Jahren in Leinfelden bei Stuttgart hergestellt wurden und durch die Einfuhrverbote der DDR das Altenburger Spielkartenmuseum seinerzeit nicht erreichen konnten. Damit ist eine durch die deutsche Teilung bedingte Sammlungslücke geschlossen worden. Es kann nunmehr Auskunft über die westdeutsche Spielkartenproduktion nach dem Zweiten Weltkrieg gegeben werden. Der größte Teil der Kartenspiele wird inventarisiert und damit in die Spielkartensammlung dauerhaft integriert. Vielfache Dubletten verkaufen wir an der Museumskasse im Schloss- und Spielkartenmuseum zu einem Antiquariatspreis. Das so erwirtschaftete Geld kommt wiederum der Spielkartensammlung im Residenzschloss zugute.  Es ist der Initiative des Altenburger Spielkartensammlers Gerd Matthes zu verdanken, dass dieser "Schatz" erhalten und dem Schloss- und Spielkartenmuseum übergeben werden konnte. Ihm im Besonderen, aber auch der gesamten Spielkartenfabrik, danken die Mitarbeiter des Museums für diese umfangreiche, wertvolle Unterstützung. Die Freude darüber war groß.  Wenn auch nicht in diesem Jahr, da liegt ja der Ausstellungsschwerpunkt auf den Altenburger Bauern, so ist doch zukünftig eine Sonderausstellung mit Spielkarten der Leinfeldener Produktion denkbar. Die Aufmerksamkeit und das Interesse der Besucher gilt allen - alten und neuen - Kartenspielen. Und nebenbei bemerkt: Ein Besuch im Schloss- und Spielkartenmuseum lohnt sich immer. Interessante Ausstellungen zeigen Geschichtliches, ein umfangreiches Angebot im Museumshop - Spielkarten, Bücher, Kunsthandwerk, Spielzeug und Altenburger Köstlichkeiten - lädt zum Stöbern ein. Das Schloss- und Spielkartenmuseum ist ein Ort des Bewahrens, aber auch bunt, voller Leben, interessanter Details und vieler Spielkarten - nicht zuletzt dank der Altenburger Spielkartenfabrik. Spielkarten-Expertin Renate Reinhold zeigt eine Auswahl der gespendeten Spiele. (Foto: Ronny Seifarth)

Überraschung und Freude waren den Mitarbeitern des Schloss- und Spielkartenmuseums anzusehen, als sie kürzlich mit einer großen Spende von der Spielkartenfabrik bedacht wurden. Hintergrund dieses unerwarteten Glücksfalls war eine Archivbereinigung der Altenburger Spielkartenfabrik, die heute zum belgischen Unternehmen "Carta mundi" gehört, sozusagen ein Frühjahrsputz im eigenen Hause. Geschätzte 3000 Kartenspiele - neu und ungebraucht - gingen an das Spielkartenmuseum.
Es sind dies hauptsächlich Spielkarten, die in den 1960-1980er Jahren in Leinfelden bei Stuttgart hergestellt wurden und durch die Einfuhrverbote der DDR das Altenburger Spielkartenmuseum seinerzeit nicht erreichen konnten. Damit ist eine durch die deutsche Teilung bedingte Sammlungslücke geschlossen worden. Es kann nunmehr Auskunft über die westdeutsche Spielkartenproduktion nach dem Zweiten Weltkrieg gegeben werden. Der größte Teil der Kartenspiele wird inventarisiert und damit in die Spielkartensammlung dauerhaft integriert. Vielfache Dubletten verkaufen wir an der Museumskasse im Schloss- und Spielkartenmuseum zu einem Antiquariatspreis. Das so erwirtschaftete Geld kommt wiederum der Spielkartensammlung im Residenzschloss zugute.

Es ist der Initiative des Altenburger Spielkartensammlers Gerd Matthes zu verdanken, dass dieser "Schatz" erhalten und dem Schloss- und Spielkartenmuseum übergeben werden konnte. Ihm im Besonderen, aber auch der gesamten Spielkartenfabrik, danken die Mitarbeiter des Museums für diese umfangreiche, wertvolle Unterstützung. Die Freude darüber war groß.

Wenn auch nicht in diesem Jahr, da liegt ja der Ausstellungsschwerpunkt auf den Altenburger Bauern, so ist doch zukünftig eine Sonderausstellung mit Spielkarten der Leinfeldener Produktion denkbar. Die Aufmerksamkeit und das Interesse der Besucher gilt allen - alten und neuen - Kartenspielen. Und nebenbei bemerkt: Ein Besuch im Schloss- und Spielkartenmuseum lohnt sich immer. Interessante Ausstellungen zeigen Geschichtliches, ein umfangreiches Angebot im Museumshop - Spielkarten, Bücher, Kunsthandwerk, Spielzeug und Altenburger Köstlichkeiten - lädt zum Stöbern ein. Das Schloss- und Spielkartenmuseum ist ein Ort des Bewahrens, aber auch bunt, voller Leben, interessanter Details und vieler Spielkarten - nicht zuletzt dank der Altenburger Spielkartenfabrik.


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