Museumsnacht am 9. Juni

04.06.2012

Was trägt die Marche drunter?
Was hält die Leute munter?

Museumsnacht Jörg Hahnel lädt zum Mitmachen in die Kartenmacherwerkstadt ein. (Fotos: Silke Arnold)

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, auch wenn nachts nur der Mond das Licht wirft... Neben den vielen Lampen natürlich! Am 9. Juni (Sonnabend) ist es wieder soweit: Alle Altenburger Museen und der Historische Frisiersalon in der Pauritzer Gasse öffnen ihre Pforten zur 13. Altenburger Museumsnacht. Das Programm kann sich sehen lassen, die Besucher werden staunen.
Im Schloss- und Spielkartenmuseum dreht sich vieles um die bäuerlichen Sonderausstellungen, welche anlässlich des Deutschen Trachtenfestes konzipiert wurden. Dort gibt es quer durch den Abend Kurzführungen, denen man sich spontan anschließen kann. "Die Altenburger Bauern im Kunsthandwerk und in der bildenden Kunst" stellt Museumsleiterin Uta Künzl vor. Restaurator Mario Gawlik berichtet über den Bauernmaler Friedrich Mascher. "Die Altenburger Bauern in der Fotografie" sind das Thema von Restaurator Uwe Strömsdörfer. Ebenfalls Rede und Antwort gibt Trachtenspezialist Dr. Christian Klau in der Ausstellung im Goldsaal zur "Alltagskultur und Lebensweise der Altenburger Bauern".
In der Uhrensammlung in der 3. Etage wird Uhrmachermeister Dirk Sparborth die "Entwicklungsgeschichte der mechanischen Uhren" erläutern. Über Wissenswertes zu Glücks- und Geldspielen sowie gezinkten Karten weiß Renate Reinhold bestens Bescheid. Sie engagiert sich in der Spielkartenausstellung.
Als ein Höhepunkt des Abends wird der Zauberkünstler Jan Vorg mit seiner Bühnenshow "Flying Cards & more" im Festsaal erwartet.
Etwas ruhiger wird es in der Herzoglichen Bibliothek zugehen. Aber auch hier wird des Nachts nicht geschlafen. Museumsmitarbeiter Toralf Keil hat ein kleines literarisches Programm unter dem Titel "Ans Meer, bitte! Meeressehnsucht beim Altenburger Herzog und heute" zusammengestellt. Kurz und bündig: Jeweils 21.30 Uhr und 22.30 Uhr finden die zwanzigminütigen Lesungen statt.
Musikalisch hat zur Museumsnacht das Torsten-Kahle-Trio seinen Auftritt. Ein Klassiker ist ebenfalls dabei: Dr. Felix Friedrich spielt ab 22 Uhr die Trost-Orgel in der Schlosskirche an und - auch facettenreich - das Blasorchester Altenburg e.V. wird im Festsaal kleine Konzerte geben.
Zum Mitmachen sind die Nachtschwärmer in die Kartenmacherwerkstatt eingeladen, Jörg Hahnel gibt hierzu fachkundige Anleitung. Auch der Traditionsverein der Papierfabrik Fockendorf e.V. ist wieder mit von der Partie. Wie die historischen Papiere für die Spielkarten hergestellt wurden, kann man beim praktischen Papierschöpfen in der Hofküche erfahren. Etwas für starke Nerven ist der Verzehr des berühmten Altenburger Milbenkäses. Wie die kleinen kulinarischen Helfer aus Quark Käse werden lassen, und wie sie unter dem Mikroskop aussehen, erfährt man "Im Milbenkäse-Laboratorium" des Fouriergebäudes. Nur Mut!
Last but not least wird der Altenburger Bäuerin auf den Leib geschaut. Vielmehr auch darauf, was sie drunter trägt. "Altenburg zieht aus!" gibt bereits das Leitmotiv vor (22.30 Uhr, Bachsaal).
Kultur ist wichtig, das andere auch: Am Essen und Trinken wird es nicht mangeln. Die Mitglieder des Schlossvereins e.V. laden in die Schenke "Zum Henker" und ins "Museumscafé" ein. Die Firma Alexander Priem wird die Nachtschwärmer im Schlosshof versorgen.
Ja, die Museen sind gut vorbereitet auf viele Gäste aus nah und fern. Auch die Preise sind stabil geblieben. Für die Museumsnacht zahlt man an den Abendkassen 6 Euro ermäßigt 4 Euro und Kinder bis 12 Jahre nur 50 Cent. Die Armbändchen berechtigen zum Besuch sämtlicher Museen und zur kostenlosen Nutzung aller Stadtlinienbusse.
Also, einer zauberhaften Museumsnacht steht nichts mehr im Wege.

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