Neubau des Kreisverkehrs Zeitzer Straße rückt näher

07.03.2011

Tage des Provisoriums sind gezählt

Kreisverkehr Der Kreisverkehr in der Zeitzer Straße. (Fotos: Ronny Seifarth)

Der geplante Neubau des Kreisverkehrs in der Zeitzer Straße beginnt in wenigen Wochen. Der städtische Bauausschuss befasste sich in der Vorwoche mit dem Vorhaben und machte durch die Vergabe der Bauaufträge den Weg dafür frei. Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass der provisorische Kreisverkehr nur noch bis Anfang Mai bleibt und dann durch einen aufwändigen Neubau ersetzt wird. Für das bedeutendste Altenburger Straßenbauprojekt dieses Jahres sind rund drei Monate Bauzeit vorgesehen, das heißt, dass der Verkehr Mitte August über den neuen Kreisverkehrsplatz rollen soll. Mit dem Baubeginn im Mai wird Rücksicht auf den Umstand genommen, dass die angrenzende Robert-Koch-Straße noch bis Ende April voll gesperrt ist. Dort finden zurzeit Bauarbeiten statt, Trinkwasser- und Gasleitungen werden ausgewechselt (die Pressestelle berichtete).

Seit Oktober 2007 existiert an dem viel befahrenen Knotenpunkt, wo der Verkehr aus der Zeitzer Straße, der Rudolf-Breitscheid-Straße sowie der besagten Robert-Koch-Straße und Am Steinweg aufeinander trifft, der provisorische Kreisverkehr. Die mit dieser Übergangslösung gesammelten Erfahrungen zeigen, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle gute Dienste leistet. Er kann das enorme Verkehrsaufkommen, durchschnittlich 18.000 Kraftfahrzeuge am Tag, besser bewältigen, als es mit der Ampelregelung der Fall war, der Verkehr fließt einfach besser.

Einen ersten Anlauf zum Neubau des Kreisverkehrs hatte die Stadtverwaltung schon im Vorjahr unternommen (die Pressestelle berichtete). Für die Finanzierung des Neubaus, dessen Gesamtkosten einschließlich Planungsleistungen voraussichtlich bei rund 290.000 Euro liegen werden, ist die Stadt allerdings auf Fördergelder aus dem Bund-Länder-Programm für städtebaulichen Denkmalschutz angewiesen. Der entsprechende Fördermittelbescheid traf allerdings später als erwartet im Rathaus ein, sodass mit Blick auf den nahenden Winter und eine in dessen Folge befürchtete witterungsbedingte längere Zwangspause im Vorjahr auf einen Baubeginn verzichtet wurde.

Mit dem angepeilten Neubau des Kreisverkehrsplatzes soll der gesamte Kreuzungsbereich städtebaulich aufgewertet werden. Als Vorbild kann der Kreisverkehr vor dem Marstallgebäude betrachtet werden. Der Kreisverkehr in der Zeitzer Straße wird einen Durchmesser von 26 Metern haben, die überfahrbare Spur aus Asphalt wird insgesamt 7,50 Meter breit sein, dazu kommt noch ein 2 Meter breiter überfahrbarer Pflasterstreifen unmittelbar vor dem Innenkreis.

Bei dem Umbau wird besonderes Augenmerk auf die Erhöhung der Sicherheit für die Fußgänger gelegt. Dies soll durch den Einbau ausreichend großer Mittelinseln in den Zufahrten und die Anordnung von Fußgängerüberwegen, sogenannte Zebrastreifen, erreicht werden. Insbesondere Schülern sowie Besuchern und Patienten der Klinik für Psychiatrie soll auf diese Weise die gefahrlose Überquerung der Straße ermöglicht werden. Zwar gilt schon jetzt, dass Fußgänger vor dem ausfahrenden Verkehr Vorrang haben, diese Regel wird nach Beobachtung von Verkehrsexperten aber noch von zu vielen Kraftfahrern nicht beziehungsweise nicht ausreichend beachtet.

Im Zuge der Gestaltung des Kreuzungsbereichs werden die überflüssig gewordenen Ampeln demontiert. Die Robert-Koch-Straße soll im Interesse der Anwohner Einbahnstraße bleiben, zum einen, weil dies zu einer Verkehrsberuhigung geführt hat, zum anderen, weil so zusätzliche Parkplätze zur Verfügung stehen.


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