Kommentar Von Ellen Paul

Diese Geschichte hat keinen Bart

Flotte Sprüche zum Thema Bart gibt's bekanntlich zuhauf. Beispielsweise haben manche Geschichten einen ziemlich langen Bart. Will heißen: Sie sind altbekannt. Auf die Bartgeschichte auf dieser Seite trifft es wohl eher nicht zu. Denn es gibt bestimmt viele Altenburger, die auf Jauchs heißem Stuhl gewusst hätten, was man mit der WM 66 außer Wäsche waschen noch machen konnte. Aber wann und warum es Barttassen gab und wie sie aussahen - da hätten wohl die meisten passen müssen.
Umso schöner ist es, dass man jetzt in der Skatstadt auf so wunderbare Weise diese Wissenslücke schließen kann. Und nebenher noch so manch Geschichte aus den damaligen Rasiersalons erfährt. Es ist fast schade, dass all diese Utensilien nur wenige Monate im historischen Friseursalon zu sehen sind. Denn sie würden ganz toll als weitere Zeitzeugen in dieses wundervolle Ambiente passen.
Wie dem auch sei. Die kleine, aber feine Ausstellung beweist einmal mehr, welches Kleinod in der Pauritzer Straße für die Nachwelt erhalten wurde. Ob Magazine, Fernsehsender, Modejournale - sie alle fanden schon seinetwegen den Weg in die Skatstadt und haben so auf Altenburg aufmerksam gemacht. Und das alles, weil ein Verein und sein rühriger Vorsitzender dafür Sorge tragen.
Diese Geschichte darf man sich getrost auch in ferner Zukunft immer wieder erzählen. Denn sie hat keinen Bart, sondern hält uns in Atem.
e.paul@lvz.de

 

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Veröffentlichung

Fr, 06. Juni 2014

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