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Altenburger Friseure unterstützen Krebsforschung an der Jenaer Kinderklinik

„Dass unsere Spende so unmittelbar dazu beiträgt, die Forschung für krebskranke Kinder zu unterstützen, hätte ich nicht gedacht. Das ist wirklich großartig,", freute sich der Obermeister der Altenburger Friseurinnung, Peter Müller, der am 11. November 2009 gemeinsam mit seinen Kolleginnen Beate Thomas und Silvia Knoth sowie MDR-Moderator Peter Escher die Jenaer Kinderklinik besuchte, um Klinikdirektor Prof. Dr. James F. Beck eine 1570-Euro-Spende der „Peter-Escher-Stiftung für krebskranke Kinder" zu überreichen.

Der Fernsehmoderator hatte sich in seiner Sendung „Ein Fall für Escher" für den Kauf und die Sanierung eines historischen Altenburger Friseurgeschäfts durch die Friseurinnung eingesetzt. „Ein wunderschöner Salon mit einer einzigartigen Ausstattung aus den 1920er Jahren", schwärmte der Moderator. „Wir waren Peter Escher dafür unheimlich dankbar und fragten ihn, wie wir uns revanchieren könnten. ‚Wenn Ihr etwas tun wollt, dann unterstützt meine Stiftung', meinte Peter und wir haben das auf unsere Art gemacht", sagte Obermeister Müller, der auch Vorsitzender des Fördervereins „Historischer Friseursalon Altenburg e. V." (www.historischer-friseursalon.de) ist. „Am 24. und 25. Oktober, einem Wochenende, haben wir und neun weitere Kolleginnen und Kollegen in unserem historischen Friseursalon, wo nur zu besonderen Anlässen gearbeitet wird, Haare geschnitten und den Erlös von 1570 Euro komplett der Peter-Escher-Stiftung zur Verfügung gestellt", erläuterte Friseurmeisterin Silvia Knoth. „Die Resonanz der Altenburger war enorm, selbst Oberbürgermeister Michael Wolf ließ sich die Haare schneiden und unterstützte den guten Zweck mit einer großzügigen Spende", freute sich Peter Escher, der beim Stadtoberhaupt sogar selbst zur Schere griff. „Allerdings nur für einen einzigen, eher symbolischen Schnitt", schmunzelte Escher.


Die Jenaer Kinderklinik, an der vor fast 30 Jahren die erste Knochenmarktransplantation bei einem krebskranken Kind in der damaligen DDR durchgeführt wurde, gehört zu den profiliertesten Einrichtungen auf dem Gebiet der Krebstherapie und -forschung bei Kindern. „Wir können heute etwa 80 Prozent unserer schwer kranken kleinen Patienten heilen. Allerdings wissen wir bisher noch nicht, warum bei etwa einem Fünftel der Kinder und Jugendlichen die hoch wirksamen Chemotherapien versagen. Um hier weitere Fortschritte zu erzielen, untersuchen wir nicht nur die Krebszellen selbst, sondern auch deren nähere Umgebung nach Faktoren, die für die Resistenzen gegenüber den Chemotherapeutika verantwortlich sein könnten, und mit Ihrer Spende können wir einen weiteren dieser Faktoren noch in diesem Jahr testen", betonte Prof. Beck, der sich vom Engagement der Altenburger Friseure beeindruckt zeigte. „Das ist ein eindrucksvolles Beispiel von Bürger- und Gemeinschaftssinn", sagte der Klinikdirektor, der gemeinsam mit seinen Gästen die Transplantationsstation besuchte, wo diese auch mit einigen der kleinen Patienten und deren Müttern ins Gespräch kamen „und wo wir uns persönlich vom Engagement der Jenaer Kinderärzte, Schwestern und Pfleger aber auch der Tapferkeit der kleinen Patienten und deren Eltern überzeugen konnten", betonte Friseurmeisterin Beate Thomas. mv

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Veröffentlichung

Sa, 28. November 2009

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