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Scharfe Schere statt scharfer Zunge TV-Moderator Peter Escher schlüpft im historischen Friseursalon für den guten Zweck in den Friseurskittel

Altenburg. Im wahrsten Wortsinn gut abgeschnitten hat am Sonnabend Peter Escher. Der bekannte Fernsehmoderator schlüpfte für einen kurzen Augenblick in einen neuen Beruf mit Kamm und Schere. In Altenburgs historischem Friseursalon, für dessen Restaurierung Escher unter anderem in seiner gleichnamigen Sendung gekämpft hat, ging er Altenburgs Stadtoberhaupt Michael Wolf an die Haare. Ganz vorsichtig erleichterte der Moderator den Oberbürgermeister um eine Locke. Ein Spaß, den alle gerne mitmachten.

 

Denn am Sonnabend und Sonntag ging es ausschließlich um einen guten Zweck. Im fertig restaurierten Friseursalon mit seiner einzigartig erhaltenen Ausstattung aus den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde frisiert, was das Zeug hält. Etliche Altenburger ließen sich die Haare schneiden, Innungsobermeister Peter Müller und mehrere seiner Friseurkollegen schritten fleißig zur Tat. „Sämtliche Einnahmen kommen der Peter-Escher-Stiftung zugute, die sich für krebskranke Kinder einsetzt“, sagte Peter Müller, der maßgeblichen Anteil am Gelingen der Sanierung des Kleinods hat. Müller war es auch, der den Kontakt zu Peter Escher herstellte und den Fernsehmann für das Sanierungsvorhaben begeisterte. „Was hier wieder entstand, ist einfach eine tolle Sache“, sagte Peter Escher. „Mich fasziniert an dem Projekt, wie sich die Menschen dafür stark gemacht und gekämpft haben.“ Und was sagt Peter Escher über seinen Namensvetter Peter Müller? „Ein im positiven Sinne Wahnsinniger, von dessen Schlag es noch viele geben müsste.“

 

Mittlerweile ist aus der Bekanntschaft eine Freundschaft geworden. Die beiden duzen sich inzwischen. „Mit dem Frisieren für einen guten Zweck wollen wir etwas von dem zurückgeben, was Peter für uns geleistet hat“, gibt Peter Müller die Komplimente zurück an Escher. Und nicht nur die Altenburger wollten helfen und gleichzeitig den Salon näher kennenlernen: Zeitweise mussten Wartezeiten in Kauf genommen werden, ehe einer der Friseure auf den Stuhl bat. Die Wartezeit verkürzt werden konnte bei selbstgebackenem Kuchen im gemütlichen Hof. Mittendrin auch Peter Escher, der sich viel Zeit mitgebracht hatte. „Heute bin ich hier als Privatmann und will mit den Leuten plaudern“, meinte er. „Wir haben gerne gewartet, und die Haarschnitte sind auch in dem außergewöhnlichen Ambiente sehr gut gelungen“, lobte Katrin Rübesam, die gemeinsam mit Ehemann Wolfgang aus Leipzig nach Altenburg gekommen war.

 

Durch gute Bekannte in Altenburg sei man auf das Projekt aufmerksam geworden und habe es aus der Ferne mitverfolgt. „Schön, dass es jetzt gelungen ist. Altenburg kann stolz sein“, sagte Katrin Rübesam – und ließ es in der Spendenkasse klingeln. Wie so oft an beiden Tagen. „Insgesamt kamen 1500 Euro für die Escher-Stiftung zusammen. Vielleicht folgen ja weitere solcher Aktionen“, meinte Peter Müller. Und Peter Escher? „Ich komme auf jeden Fall wieder nach Altenburg“, versprach der Moderator. Das gesammelte Geld – das steht bereits fest – bleibt in Thüringen. Es kommt einer Einrichtung für krebskranke Kinder in Jena zugute.

Jörg Wolf

Foto: Kurier

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Veröffentlichung

So, 29. November 2009

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