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„Haarspalterei" Bader - Barbiere - Perückenmacher und Friseure im Wandel der Zeiten

Mit diesem Titel wurde eine Sonderausstellung der Privatsammlung von Gunter Heil aus Riesa vom 18. Mai bis zum 26. Oktober 2008 im Schloss -und Spielkartenmuseum des Residenzschlosses Altenburg in Ostthüringen gezeigt.

In Zusammenarbeit mit dem Altenburger Schloss, der Innung der Friseure Altenburger Land,  dem Hauptsponsor „LOREAL" und der Beruflichen Schule „ Johann Friedrich Pierer"  wurden in monatelanger Vorbereitung die Ausstellung und ein interessantes Rahmenprogramm erarbeitet.

So war es möglich die bemerkenswerten Traditionen des Friseurhandwerks, angefangen von   Badern und Barbieren im 15. Jahrhundert über Johann Andreas Eisenbarth im 17. Jahrhundert, sowie die Entwicklung des Perückenhandwerks in Europa eindrucksvoll darzustellen. Die technische Errungenschaften des 19. Jahrhunderts -  Dauerwellen des Haares mit alkalischen Mitteln und erste elektrisch betriebene Haartrocknungsapparate revolutionierten die geschichtliche Weiterentwicklung.

In über vier Generationen und mehr als 100 Jahren Firmengeschichte trug Gunter Heil mit wahrer Sammelleidenschaft altes Handwerkszeug, Gerätschaften und Einrichtungsgegenstände aus Friseurstuben zusammen. So gab es neben mittelalterlichen Arbeitsgeräten der Bader zum Rasieren, Aderlass und Schröpfen, auch  Flohfallen und Kratzhände,  Brennscheren und Heißdauerwellgeräte sowie eine komplett eingerichtete Perückenmacherstube mit dazugehörigen Utensilien zu bestaunen.

Besonders beeindruckten die vielen künstlerischen Haararbeiten aus dem 19. Jahrhundert mit geklöppelten und geflochtenen Haaren als Fingerringe, Hals -und Uhrketten, Armbänder, Broschen und sogar Postkarten und Wandbilder.

Auszubildende aus ganz Thüringen nutzten zusammen mit Ausbildern, Berufsschullehrern und Friseurmeistern die angebotene Fülle an Informationen, um sich über die Entwicklung des Friseurhandwerks schlau zu machen.

Das nicht nur Friseure Interesse an der Ausstellung zeigten belegen die nahezu 30000 verkauften Tickets einschließlich Sonderführungen mit anschließendem Besuch des historischen Friseursalons in der Altenburger Altstadt und dem Verzehr eines „haarigen" Menüs im Ratskeller.

Dem Erhalt des einmaligen Friseursalons mit Museumswert im Herzen von Altenburg, für welchen sich die Altenburger Friseurinnung in gemeinsamen Aktionen mit der Berufsschule seit Jahren stark macht,  diente auch das Rahmenprogramm zur Ausstellung mit dem Themenabend „ Perücken" und einem Galaabend mit historischer Modenschau im Altenburger Schloss.

Auszubildende aus allen Lehrjahren gestalteten mit Unterstützung der Berufsschule und der Friseurinnung einen Einblick in die Epochen der Frisurengeschichte von Antike über Mittelalter, Neuzeit, Barock und Rokoko bis Gründerzeit und Jugendstil.

Schon im Vorfeld wurden Informationen über die einzelnen Stilrichtungen akribisch recherchiert und zusammengetragen, sowie Wandtafeln mit wunderschönen Collagen gestaltet, welche beim Abend der Perücken zu sehen waren.

Für die Galaveranstaltung kleideten sich die Auszubildenden in historische Kostüme mit dazu passenden Perücken, die das Theater Altenburg/ Gera zur Verfügung stellte.

Moderiert von Klaus Ehrlich aus der Sendung „ Mode mal ehrlich" vom MDR Fernsehen war die historische Modenschau im prunkvollen Ambiente des Festsaales im Residenzschloss Altenburg ein Erlebnis für die rund 180 geladenen Gäste.

 
Petra Bach

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Veröffentlichung

Sa, 31. Oktober 2009

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