Bericht von der jüngsten Stadtratssitzung: Auf Thomas Knechtel folgt Roland Krischke
Der langjährige Werkleiter des Schloss- und Kulturbetriebs, Thomas Knechtel, ist zum Jahreswechsel in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. In der jüngsten Stadtratssitzung am 30. Januar verabschiedete er sich offiziell und dankte dem Stadtrat, der Stadtverwaltung und dem Oberbürgermeister für die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre.
Oberbürgermeister André Neumann würdigte die Leistungen des scheidenden Leiters und nannte ihn anerkennend den „stabilen Anker im Schloss“. Das Stadtoberhaupt erinnerte zudem an Knechtels Verdienste für die Förderung von Altenburgs Städtepartnerschaften.
Thomas Knechtel trug seit 2001 Verantwortung für das Residenzschloss Altenburg, ab 2008 als Werkleiter des Eigenbetriebs. In den 24 Jahren seiner Leitungstätigkeit hat er zukunftsweisende Entwicklungen auf den Weg gebracht und Großprojekte federführend begleitet. Dazu zählen nicht nur die nahezu komplette Dachsanierung am Schlosskomplex, sondern auch die umfassende Sanierung von Teehaus und Orangerie. Zudem konnte eine umfangreiche Veranstaltungstätigkeit am Schloss etabliert werden. Große Events wie Festivals oder Konzerte in der Schlosskirche ziehen heute jedes Jahr tausende Besucherinnen und Besucher an.
Der neue erste Werkleiter des Eigenbetriebs ist Dr. Roland Krischke. Er ist als langjähriger Leiter des renommierten Lindenau-Museums weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und fungiert unter dem Dach der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft der Altenburger Museen bereits als „Direktor der Altenburger Museen“. Der Stadtrat stimmte Krischkes Berufung zum Werkleiter mit 32 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung zu.
Altenburg wird „starker Ort“
Ebenfalls mit einem klaren Votum beauftragte der Stadtrat den Oberbürgermeister auf eine Mitgliedschaft der Stadt Altenburg im „Starke Orte Netzwerk“ hinzuwirken und die hierfür erforderlichen Schritte zu unternehmen. Der Beschluss wurde mit 30 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen angenommen. Das „Starke Orte Netzwerk“ ist ein Zusammenschluss von kleinen und mittleren Kommunen, die als ein Baustein einer integrierten Gemeindeentwicklung, aktiv und kooperativ Leerstand bekämpfen. Mit dem „Starke Orte Netzwerk“ entsteht eine kollegiale Plattform für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Kommunalvertreter und Behördenmitarbeiter, die sich zum Thema gemeinwohlorientierte Bestandsentwicklung austauschen, voneinander lernen, sich weiterbilden und inspirieren lassen wollen. Das Netzwerk soll dazu dienen, dem Thema und dessen Potenzialen mehr Öffentlichkeit zu verleihen und auch für ländliche Klein- und Mittelstädte zugänglich zu machen.
In der Beschlussvorlage heißt es:
Für die Stadt Altenburg ergeben sich unter anderem nachfolgende Vorteile:
• Inspiration und kollegialer Austausch
• Austausch mit einschlägigen Fachleuten der gemeinwohlorientierten Immobilienentwicklung
• Fachworkshops, Seminare
• Sichtbarkeit durch Kommunenprofil auf der Wissensplattform für Zukunftsorte
• individuelle Beratung in der Entwicklung eigener Immobilienprojekte.
Höhere Gebühr für Wohnmobilstellplatz
Ebenfalls mit klarer Mehrheit wurde vom Stadtrat beschlossen, die Gebühren für die Nutzung des Wohnmobilstellplatzes am Großen Teich moderat zu erhöhen. Dies geschieht aufgrund einer neuen Gebührenkalkulation mit dem Ziel, das durch die Bewirtschaftung des Wohnmobilstellplatzes entstehende Defizit zu verringern. Auch nach der Gebührenerhöhung bleibt der Stellplatz für die Stadt also ein Zuschussgeschäft.
Es gab 31 Ja-Stimmen, eine Enthaltung und eine Nein-Stimme. Die neue Parkgebühr, die die Nutzung für 24 Stunden ermöglicht, beträgt 16 Euro, die seit 2019 geltende Tagesgebühr beträgt 13 Euro. Die neue Gebühr gilt, sobald die entsprechende Satzung im Amtsblatt veröffentlicht wurde.