Ernestinum und Josephinum – Zwei Großbaustellen an der Altenbourg-Straße

Meldung aus Altenburg
Blick auf das eingerüstete Ernestinum. (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Blick auf das eingerüstete Ernestinum.

Hat es das in Altenburg schon einmal gegeben? Nur einen Steinwurf voneinander entfernt entstehen eine deutschlandweit einmalige Spieleerlebniswelt und eine moderne Bibliothek. Die Gerhard-Altenbourg-Straße ist seit Monaten die Adresse zweier Großbaustellen, Kräne, Maschinen, Handwerker und Bauarbeiter prägen das Bild. Stellt sich die Frage: Wie kommen die Arbeiten voran?

 

Im historischen Josephinum, das von 1848 bis 1884 als Parlamentsgebäude des Herzogtums Sachsen-Altenburg diente, soll Ende 2027 die Spieleerlebniswelt Yosephinum eröffnen. Um ausreichend Platz für insgesamt 20 Erlebnisräume zu schaffen, wird neben und hinter dem Altbau noch ein Neubau entstehen. Ziel des Millionenprojekts ist eine deutschlandweit einzigartige, multimediale Erlebniswelt auf drei Etagen, die sich den Besucherinnen und Besuchern auf individuelle Weise spielerisch erschließt.

 

Seit dem offiziellen Spatenstich im Februar dieses Jahres ist im und am Josephinum schon einiges geschafft. So wurde, unter Einsatz von speziellen Tiefbauverfahren, die Baugrube für den Neubau errichtet und das Fundament gelegt. Der Altbau wird entkernt, Treppenläufe, Decken und Wände werden ertüchtigt. Wer möchte, kann sich über den Baufortschritt fortlaufend informieren. Auf der Internetpräsenz www.yosephinum.de ist eine Webcam aufrufbar, die auf das Baugelände fokussiert ist.

 

Im Ernestinum soll schon im Herbst des kommenden Jahres, also 2026, die neue, moderne Stadtbibliothek öffnen. Die statisch-konstruktive Ertüchtigung ist im Ernestinum weitgehend angeschlossen. Aktuell nimmt der Innenausbau Fahrt auf. So sind Fachleute mehrerer Gewerke im Einsatz, die jeweiligen Arbeiten müssen möglichst so koordiniert werden, dass sie ohne Zeitverlust aufeinander folgen. Heizungsbau, Putzarbeiten, Estrich-Verlegung, Elektroinstallation und Fensterbau – Schritt für Schritt geht es voran.


Mit Blick auf die Anwohner wurde festgelegt, dass die geräuschintensiven Arbeiten ausschließlich werktags in der Zeit von 7 bis längstens 20 Uhr stattfinden, an Samstagen bis längstens 19 Uhr. An gewöhnlichen Tagen enden die Arbeiten gegen 17 Uhr. In Ausnahmefällen, beispielsweise  wenn Estrich geliefert wurde und dieser am selben Tag eingebaut werden muss, kann es durchaus vorkommen, dass auch mal bis 21 Uhr Tätigkeiten auf den Baustellen verrichtet werden.

 

Der straffe Zeitplan bis zur Fertigstellung schließt auch Arbeiten an allen Werktagen ein, also gegebenenfalls auch Samstage. Nach Abschluss der werktäglichen Bauarbeiten wird die extra hierfür errichtete Schranke geöffnet, um den Fußgängerverkehr zum Feierabend und am Wochenende gefahrlos zu ermöglichen.