Oberbürgermeister besuchte Bonhoeffer-Schule: Welche Hausaufgaben müssen noch gemacht werden?

Meldung aus Altenburg
Vor dem Schulgebäude (von links): Fachbereichsleiter Torsten Weiß, Fachdienstleiterin Brita Müller-Weiske, die stellvertretende Schulleiterin Jasmin Heinisch, Schulleiterin Juliane Baudach-Kahnt und Oberbürgermeister André Neumann. (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Vor dem Schulgebäude (von links): Fachbereichsleiter Torsten Weiß, Fachdienstleiterin Brita Müller-Weiske, die stellvertretende Schulleiterin Jasmin Heinisch, Schulleiterin Juliane Baudach-Kahnt und Oberbürgermeister André Neumann.

Am Montag beginnt auch an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule das neue Schuljahr. Die Regelschule in Altenburg-Nord war vor den Sommerferien in die Schlagzeilen geraten, Auslöser waren unter anderem Lehrermangel und undichte Stellen am Dach des Gebäudes. Grund genug für Oberbürgermeister André Neumann am Montag dieser Woche bei der neuen Schulleitung vorbeizuschauen und sich sowohl nach Fortschritten als auch nach weiterhin bestehenden Herausforderungen zu erkundigen. Begleitet wurde das Stadtoberhaupt von Fachdienstleiterin Brita Müller-Weiske und Fachbereichsleiter Torsten Weiß, die in der Stadtverwaltung unter anderem für die sieben Schulen in Trägerschaft der Stadt zuständig sind.


Der Oberbürgermeister traf auf eine motivierte neue Doppelspitze: Neue Schulleiterin ist Juliane Baudach-Kahnt, ihre ebenfalls neue Stellvertreterin Jasmin Heinisch. Die beiden Pädagoginnen freuen sich darauf, am Montag mehr als 50 Fünftklässler begrüßen zu können. Insgesamt werden im neuen Schuljahr 253 Schülerinnen und Schüler die Bonhoeffer-Schule besuchen.


In die Zuständigkeit der Stadt fällt die Beseitigung baulicher Mängel. Hier wurde in den Sommerferien einiges geschafft. So wurde ein weiterer Teil der Fenster erneuert und ein Klassenraum gemalert. Zwei weitere Klassenräume und ein im Keller gelegener Projektraum sollen in den nächsten Wochen ebenfalls gemalert werden. Des Weiteren ist die Anschaffung einer Projektküche angeschoben worden, mit der sich die Unterrichtsbedingungen für das Fach Hauswirtschaft verbessern sollen. Die neue Küche, die spätestens in den Herbstferien eingebaut werden soll, soll nachmittags auch von Arbeitsgemeinschaften genutzt werden.


Einen weiteren handfesten Fortschritt gibt es bei der Digitalisierung: Mit Beginn des neuen Schuljahres kommt an der Bonhoeffer-Schule „EduPage“ zum Einsatz, eine Software, die die Kommunikation zwischen Schülern, Eltern und Lehrern verbessert und unter anderem die Führung elektronischer Klassen- und Notenbücher ermöglicht. „Das ist eine echte Erleichterung für unsere Arbeit“, so Schulleiterin Juliane Baudach-Kahnt. „EduPage“ soll im Übrigen auch beim geplanten Neustart der Schulspeisung genutzt werden um zu erfragen, wie der tatsächliche Bedarf ist.


Die von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebene Untersuchung der Mängel im Dach hat ergeben, dass es mit dem Abdichten von einzelnen Stellen nicht getan ist, sondern dass die Dämmung durchfeuchtet ist, was eine Komplett-Sanierung erforderlich macht, voraussichtliche Kosten: rund 400.000 Euro. Aktuell prüft die Stadt, auf welchem Wege sie diese Maßnahme finanzieren kann, die dann schnellstmöglich realisiert werden soll.

Was das Thema Lehrermangel betrifft, konnte die neue Schulleiterin wenig Positives berichten. Vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern fehlen nach wie vor Pädagogen. Immerhin verstärken im neuen Schuljahr ein Referendar und ein Student, der stundenweise Mathematik unterrichten wird, das Pädagogen-Team. Die neue Schulleitung würde sich auch über sogenannte Quereinsteiger freuen. Zuständig für das pädagogische Personal ist das Schulamt Ostthüringen, nicht die Stadtverwaltung.

Zum Abschluss des Besuchs versicherte der Oberbürgermeister der neuen Schulleitung, dass die Stadtverwaltung weiterhin ihre Hausaufgaben machen werde. Dabei spielen auch die bei der Stadt angestellten Hausmeister eine wichtige Rolle, deren Aufgaben und Zuständigkeiten dank einer Umstrukturierung jetzt klarer geregelt sind – davon profitieren alle sieben Schulen in Trägerschaft der Stadt.