Aus dem Stadtrat
Meldung aus AltenburgOberbürgermeister: Bonhoeffer-Schule wird „zwingend benötigt“
In der jüngsten Stadtratssitzung wurde der Oberbürgermeister zur Zukunft der Bonhoeffer-Schule gefragt. Anlass war ein Pressebericht, wonach ein gemeinsamer Campus mit Schulen in der Nachbarschaft eine Alternative zu der Regelschule in Altenburg Nord sei. Dazu führte der Oberbürgermeister in einer Stellungnahme aus:
„Wir als Stadt haben bereits vor der Einplanung der Investitionsmittel für die Bonhoeffer-Schule in den Nachtragshaushalt auch die Variante eines Schulcampus in Altenburg-Nord geprüft. Es gab in jüngerer Vergangenheit zwei Anfragen an den Landkreis Altenburger Land als Eigentümer möglicher Gebäude. Die erste Anfrage stand im Zusammenhang mit der Sanierung der Gemeinschaftsschule „Erich Mäder“. Eine zweite Anfrage wurde kürzlich mit Blick auf einen möglichen Schulcampus im Zusammenhang der notwendigen Sanierungen in der Bonhoeffer-Schule gestellt.
Beide Anfragen haben ergeben, dass derzeit keine ausreichenden räumlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen. Auch baulich sind die Voraussetzungen, zum Beispiel des Förderzentrums „Erich Kästner“, nur bedingt geeignet. Eine den Fraktionen des Altenburger Stadtrates vorgestellte Analyse zu Schülerzahlen
und vorhandenen Kapazitäten zeigt deutlich, dass die Bonhoeffer-Schule in den kommenden zehn Jahren zwingend als Schulstandort benötigt wird.
Aktuell lernen 259 Schülerinnen und Schüler an der Bonhoeffer-Schule. Gleichzeitig mussten 154 Kinder aus dem Stadtgebiet Altenburg aufgrund fehlender Kapazitäten an Schulen des Landkreises durch das Schulamt Ostthüringen zugewiesen werden. Bei einer Schließung der Bonhoeffer-Schule müssten
somit für über 400 Schülerinnen und Schüler zusätzliche Schulplätze geschaffen werden. Das ist kurz- und mittelfristig nicht möglich.
Langfristig spricht jedoch grundsätzlich wenig dagegen, die Idee eines Schulcampus weiter zu denken und planerisch zu prüfen, sofern dies finanzierbar ist und in Zusammenarbeit der beiden Schulträger realisiert werden kann. In diesem Zusammenhang möchte ich mich ausdrücklich bei der neuen Schulleitung, allen Lehrerinnen und Lehrern der Bonhoeffer-Schule sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit bedanken. Gemeinsam wird derzeit sehr engagiert daran gearbeitet, die Bonhoeffer-Schule zukunftsfähig weiterzuentwickeln"
Finanzen und Yosephinum Thema
Altenburgs Stadtrat befasste sich in seiner jüngsten Sitzung unter anderem mit den Finanzen der Stadt. Neben dem Nachtragshaushalt wurde auch die mittelfristige
Finanzplanung bis 2029 beschlossen. Ebenfalls mit Blick auf die nahe Zukunft stimmte der Stadtrat der Vorbereitung der Gründung eines städtischen Eigenbetriebs „Spieleerlebniswelt Yosephinum“ zu. Die formelle Gründung erfolgt demnach zum 1. Januar 2028. Um einen geordneten Betriebsstart zum aktuellen Eröffnungstermin im September 2027 zu ermöglichen ist aber vorgesehen, den operativen Betrieb bereits in der ersten Jahreshälfte 2027 aufzunehmen.