8. Juli: Fahne weht am Rathaus — Flagge mahnt zur atomaren Abrüstung
Meldung aus AltenburgMit einer Fahnenaktion will die Stadt Altenburg auch in diesem Jahr ein weithin sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen setzen. Am 8. Juli (Mittwoch) wird daher die „Mayors for Peace“ Flagge (Bürgermeister für den Frieden Flagge) am altehrwürdigen Rathaus wehen. Bundesweit haben rund 600 weitere Städte angekündigt, sich an dem Flaggentag zu beteiligen. Sie eint das Ziel, eine friedliche Welt ohne Atomwaffen zu schaffen. 2026 jährt sich der Atombombenabwurf auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zum 81. Mal.
Warum findet die Fahnenaktion jedes Jahr am 8. Juli statt? Auf diese Weise soll an ein wegweisendes Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag erinnert werden, das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde. Darin wird festgestellt, dass „eine völkerrechtliche Verpflichtung (besteht), in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“
Die Stadt Altenburg ist offiziell Mitglied in dem Bündnis „Mayors for Peace“, ein Netzwerk, dem weltweit mehr als 8000 Städte und Gemeinden angehören. Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann hatte die Beitrittsurkunde von seinem Amtskollegen aus Hiroshima, Kazumi Matsui, auf dem Postweg erhalten. Dass Altenburg sich dem Friedensbündnis anschließt, geht auf einen einstimmigen Stadtratsbeschluss vom Oktober 2018 zurück.