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Entwicklung der Stadt

Markt

Die Stadt Altenburg zeichnet sich für ihre Einwohner und vor allem ihre Gäste durch eine Fülle an historischer Bausubstanz und historisch bedeutsamen Kulturgütern aus. Der Glanz der einstigen Zeit als staufische Kaiserpfalz, Residenzstadt und bürgerliches Zentrum der Gründerzeit spiegelt sich in zahlreichen bau- und kunsthistorisch wertvollen Gebäuden wider. Eine Aufzählung wäre hier nicht zielführend, so reichhaltig und vielseitig ist der Bestand an architektonischen Schätzen. Gerade die Altstadt wird durch repräsentative Bauten in nahezu allen Stilen und Epochen geprägt. Nähert man sich der Stadt, so erkennt man schon aus der Ferne die einzelnen Stadtkirchen und Türme, die die Stadtsilhouette prägen. Der Markt wird dominiert von der Brüderkirche, geweiht 1905 als Nachfolgebau eines 1901 abgerissenen Kirchengebäudes und wichtiges Identifikationsobjekt der friedlichen Revolution in Altenburg, und dem zwischen 1562 und 1564 erbauten Rathaus – einem der schönsten Renaissance-Rathäuser Deutschlands.

 

Schloss

Wo historische Bausubstanz ist, da sind Geschichte und Geschichten zu entdecken – so auch in Altenburg. Eine bewegte Vergangenheit liegt hinter der Stadt. Die wohl bekannteste alte Fernhandelsstraße, die „Via Imperii“ („Reichsstraße“) führte direkt durch die Stadt und auch die „Via Regia“ („Königsstraße“) verlief in der Nähe Altenburgs. 976 erstmals urkundlich erwähnt – von keinem Geringeren als Kaiser Otto II. – blickt Altenburg 2021 auf eine über 1045-jährige Geschichte zurück. Die Geschichte der Stadt ist eng verbunden mit zahlreichen namhaften Personen. Allen voran ist hier der Stauferkaiser Friedrich I. zu nennen, vielen besser bekannt als Barbarossa. Er war in den Jahren 1165 – 1188 siebenmal in Altenburg, das damals Kaiserpfalz und Zentrum des Reichslands Pleißen war. Er weihte hier auch 1172 das Augustiner-Chorherren-Stift „Unserer lieben Frauen St. Marien“ auf dem Berge (Berger-Kloster), von deren Kirche heute noch ein Teil des Mittelschiffs und die zwei Backsteintürme, die „Roten Spitzen“, als Wahrzeichen der Stadt bestehen. 1180 belehnte Kaiser Friedrich I. Barbarossa in Altenburg Otto von Wittelsbach mit dem Herzogtum Bayern. Nach der Schlacht bei Lucka 1307 verlor Altenburg die Reichsunmittelbarkeit und fiel den Wettinern zu. Der Sächsische Prinzenraub zu Altenburg 1455, bedeutend für die späteren Staaten Sachsen und Thüringen, füllte ebenfalls die Chronik der Stadt. Seit Beginn des 16. Jahrhunderts werden in Altenburg Spielkarten hergestellt. Im Jahr 2007 wurde die Spielkartenfabrik Altenburg 175 Jahren alt und „Altenburg Stralsunder Spielkarten (ASS)“ ist die älteste deutsche Spielkartenmarke. Bedeutende Reformatoren wie Martin Luther, Georg Spalatin und Philipp Melanchthon wirkten und weilten hier und formten Altenburg zu einem „Versuchsfeld der Reformation“, berühmte Komponisten wie Johann Sebastian Bach oder Johann Ludwig Krebs, erfolgreiche Verleger wie Friedrich Arnold Brockhaus und Johann Friedrich Pierer, der Sprachgelehrte Georg von der Gabelentz, der jedem vertraute Naturwissenschaftler Alfred Brehm, der universelle Staatsmann Bernhard August von Lindenau sowie weitere namhafte Persönlichkeiten, die hier nicht einzeln aufgeführt sind, trugen zum Ansehen der Stadt bei. Nicht zuletzt wurde hier natürlich des Deutschen liebstes Kartenspiel erfunden – Skat.

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Lindenau-Museum
Pauritzer Teich