Durch EFRE geförderte Projekte



Erweiterung der Zentralen Kläranlage Altenburg
Wer auf der Bundesstraße 93 an Primmelwitz vorbeifährt und in Richtung Kläranlage schaut, kann sie nicht übersehen: die zwei grünen 17 m hohen Faultürme mit je 14 m Durchmesser und 2.100 m³ Nutzvolumen sowie den 12 m hohen Gasspeicher mit 18 m Durchmesser und 2.400 m³ Speichervolumen.
Wir möchten Ihnen hiermit das im März 2021 begonnene Bauvorhaben und die Funktion der großen grünen Stahlbauwerke erklären.
Abwässer zu reinigen ist sehr aufwendig und aufgrund des hohen Energiebedarfes sehr teuer. Um die Energiekosten der Kläranlage Altenburg wesentlich zu reduzieren, hat der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsbetrieb Altenburg beschlossen, die im Klärschlamm enthaltene Energie zu nutzen und daraus klimafreundlich Strom und Wärme zu erzeugen. Dafür muss das Verfahren zur Abwasseraufbereitung komplett geändert werden.
Im neugebauten Vorklärbecken wird dem Abwasser ein Großteil der Feststoffe entzogen, welche gemeinsam mit dem Überschussschlamm aus den Belebungsbecken in die beiden Faultürme gepumpt werden. Dort wird der Faulschlamm auf 36 °C aufgeheizt. In dieser Atmosphäre entstehen aufgrund von biologischen Prozessen methanhaltige Faulgase, welche im Gasspeicher zwischengelagert werden. Anschließend wird das Faulgas entschwefelt, getrocknet und gereinigt, um schließlich in den Blockheizkraftwerken verbrannt zu werden. Durch das Verbrennen der methanhaltigen Faulgase in den BHKW`s kann die erforderliche Wärme für die Faultürme erzeugt werden. Parallel dazu wird Strom erzeugt, welcher auf der Kläranlage verwendet wird. Dies führt zu einer Reduzierung des Energiebezugs.
In Folge der Systemumstellung werden auch die Klärschlammentsorgungskosten reduziert.
Aufgrund der erheblichen Energie- und CO2 -Einsparung fördert das Land Thüringen das Bauvorhaben mit 7,5 Mio. Euro.
Die Montagearbeiten auf dem Kläranlagengelände wurden im August 2023 beendet. Danach hat der sehr aufwendige und komplizierte Inbetriebnahmeprozess begonnen, welcher voraussichtlich im Herbst 2024 abgeschlossen sein wird.
Sport und Spiel im Altenburger Ortsteil Ehrenberg – Herstellung eines Multifunktionsplatzes
Das Gelände und die Nutzung der Mehrzweckhalle Ehrenberg, die neben der Sporthalle, den Räumen der Ortsteilverwaltung und Mehrzweckräumen auch einen Kindergarten umfasst und von der Freien Grundschule flankiert wird, soll durch einen Außenfreizeitplatz bereichert werden. Der Bereich stellt den Kernbereich des gesellschaftlichen Lebens des Ortsteiles dar.
Der Bereich neben der Mehrzweckhalle, derzeit als gemeine Grünanlage gestaltet, ergab sich in-folge des Rückbaues der daneben befindlichen Gartenanlage. Auf dem Bereich soll eine mit Sportboden befestigte Multifunktionsfläche für Ballsportarten entstehen. Flankiert wird dies durch einige Sportgeräte, Tischtennisplatten sowie Sitzgelegenheiten.
Der neu gestaltete Platz wird ein zentraler Anlaufpunkt für jede Altersgruppe, ob in Familie oder sonstigem Zusammentreffen, werden. Er wird wesentlich durch die Bewohner des Ortsteiles Ehrenberg genutzt werden, und unterstützt die Attraktivität des Ortsteilzentrums.
Sanierung/ Erneuerung der Aufzugsanlage in der Fußgängerüberführung am Bahnhof
Die Überführung verbindet den Bahnhofsvorplatz mit seinen weiteren Anschlussmöglichkeiten mit dem Stadtteil Ost, wesentlich Leipziger Straße und fortführend dem Bereich des Richard-Wagner-Platzes. Der Ausbau der Sachsenmagistrale führt dazu, dass die bestehende S-Bahn-Verbindung gestärkt und insbesondere die Fahrzeiten verkürzt werden. Dies führt zu einer besseren Anbindung von Altenburg an den Großraum Leipzig.
Der bisherige Aufzug soll ausgebaut und durch einen neuen barrierearmen Aufzug ersetzt wer-den. So soll ein großes kontrastiertes Bedienfeld und Anzeigefeld eingebaut werden einschließlich Führung auch in Brailleschrift, jedoch soll auf eine Sprachausgabe verzichtet werden. Die Zu- und Abgänge werden barrierefrei gestaltet. In der Außenhülle werden die Fensteranlagen ausgebaut und durch Sandwichelemente in der Farbgestaltung nach denkmalschutzrechtlichen Vorgaben ersetzt.
Das Vorhaben sichert eine bessere Vernetzung der Stadtteile mit zentralen Aufenthaltsbereichen und der weiteren Vernetzungspunkte (Bahnhof und Busbahnhof) des Nah- und Fernverkehrs des gesamten ÖPNV.
Kletterspielplatz Liebermannstraße
Der bestehende städtische Spielplatz und Aufenthaltsbereich Nähe der Liebermannstraße wurde instandgesetzt und modernisiert. Es wurden vorhandene Spielorte und Geräte genutzt und her-gerichtet (z.B. Seilbahnbereich), aber auch weitere Spielmöglichkeiten für Kinder im Alter von 0-14 Jahren) geschaffen. Daneben wurde er zu einer generationsübergreifenden zentralen Spiel–und Freizeitanlage umgewandelt werden.
Das Areal befindet sich in unmittelbarem Anschluss einer städtischen Sportanlage mit Kunstrasenplatz, Basketballfeld (ligatauglich), Kleinspielfeld, Tartanbahn 100 m und 400 m, weiterführend einer Sporthalle und flankiert von einem Förderzentrum, Schulen und Kindertageseinrichtung.
Der Bereich ist damit Anfangs und Endpunkt eine inmitten des Stadtteils gelegenen potentiellen bedeutenden Erholungs- und Aufenthaltsbereich der bis zum Nordplatz reicht.
Netzkletteranlage Spielplatz Liebermannstraße
Auf dem modernisierten Spielplatz in der Liebermannstraße in Altenburg Nord wurde eine groß-räumige Netzkletteranlage mit verschiedenen Ebenen und Niveaus aufgebaut und mit einem reinen Fitnesssparcourgerät ergänzt. Dabei handelt es sich um eine Sonderanfertigung, die allen Altersgruppen zugänglich ist und generationsübergreifend zur Verfügung steht. Die Größe lässt ein gemeinsames Spielen und schulen motorischer Fähigkeiten und sozialer Kompetenzen zu. Der Fitness-Parcours-Teil fokussiert dies weiter zu einer zielgerichteten Trainingsmöglichkeit.
Umgestaltung Kleiner Festplatz zum generationsübergreifenden Aufenthaltsplatz
Der Bereich des Großen Teiches mit Inselzoo und dem sogenannten Kleinen Festplatz ist ein zentrales Naherholungsgebiet der Stadt Altenburg. Um dessen Attraktivität zu erhöhen wurde der Kleine Festplatz zu einem Aufenthaltsplatz für mehrere Generationen mit Bereichen für den Jungendtreff, zum Spielen, Klettern, für sportliche Aktivitäten und den Aufenthalt im Allgemeinen umgestaltet. Es entstand eine Streetball-Anlage, ein Volleyballplatz, Tischtennisplatten wurden er-richtet, verschiedenen Outdoor-Sportgeräte laden zum Workout ein, der Spielbereich lockt mit einer Kletterskulptur, einer Turm-Kletteranlage sowie einem Drehspiel und Schwinggerät. Ergänzt wird die Anlage durch verschiedenen Sitzmöglichkeiten, Tische, Abfallbehälter und eine Randbepflanzung. Um auch Menschen mit Behinderung die aktive Nutzung des Platzes zu ermöglichen wurde er um eine Inklusions-Schaukel im Bereich der Spiel- und Sitzmöglichkeiten erweitert.



